Presse

Zuchterfolg mit Schäferhunden vom Gugelturm

Roland Pankratz ist eigentlich nicht auf Preise aus. Das Wohlbefinden seiner Hunde ist ihm wichtiger. Züchtung und Erziehung brauchen viel Geduld.

Was man als Hobby einst beginnt, und mit Freude und Entschlossenheit weiterführt, beschert einem Hundeliebhaber oft erst viele Jahre später die Erfüllung aller Mühen. „Bei der Hundeerziehung und Züchtung braucht es viel Geduld“, weiß Roland Pankratz. Der Herrischrieder führt seit knapp zehn Jahren die Zuchtstätte für Deutsche Schäferhunde „vom Gugelturm“. Nun erweist sich das Hobby als Erfolgsdurchschlag in der Hundezüchtung. Mit seiner Hündin „Wallie von der Dunischänke“ schaffte es Pankratz bei der letzten Hauptzuchtschau in Kassel unter die Top-Ten der Weltsieger. Bereits 2012 ergatterte Schäferhündin Wallie bei der Weltsiegerschau in Ulm einen 58. Platz von insgesamt 180 Startern aus der ganzen Welt. Dabei hatte es Roland Pankratz nicht auf einen Preis angelegt. „Mir kam es nie in den Sinn mit Wallie auf eine Hundeschau zu gehen“, erklärt Pankratz. Doch sein Bad Säckinger Kumpel Saccio Rosario, der Pankratz‘ Hundepassion teilt, entdeckte Potenzial in Wallie und nahm das Gespann mit auf die erste Schau.

„Als Kind habe ich mir immer einen Deutschen Schäferhund gewünscht“, erinnert sich Pankratz. „2007 kam dann Wallie zu uns und seitdem hatten wir schon vier Würfe.“ Um einen gesunden Rüden für seine Wallie zu finden, nimmt der Hundeliebhaber sogar Fahrten von mehreren hundert Kilometern in Kauf.

Indes liegt dem Herrischrieder die Erziehung seiner Schützlinge sehr am Herzen. Dafür hat er sogar seine Präsidentschaft im EHC aufgegeben. Jede freie Minute verbringt Pankratz mit seinen Hunden auf dem weiten Grundstück hinter dem Zwinger. Fast jedes Wochenende fährt der Züchter auf Übungsplätze in der gesamten Region. „Ich nutze den Spieltrieb der Hunde, um sie Gehorsam zu lehren und auf die Begleithundprüfung vorzubereiten“, erklärt Pankratz.

Diese hat Hündin Wallie längst hinter sich und bestand dank Pankratz‘ Erziehung sogar die höchste Klasse, nämlich die Gebrauchshundklasse, die sie zum Schutzdienst berechtigt.

Für den Herrischrieder Züchter ist die Beratung und Betreuung vor und nach einer Welpenübergabe eine maßgebende Voraussetzung. Und eine auf die Hunde zugeschnittene Haltung sei für ihn das A und O: „Die Hunde sollen bei mir Hund sein dürfen.“ Pankratz hat deshalb eine noch modernere, schallgeschützte Zwingeranlage für seine drei Schäferhunde in Planung.

Aus Wallies letztem Wurf behielt Pankratz den Rüden Olli „vom Gugelturm“, der – wie Wallie – eine ausgezeichnete Statur und hervorragenden Spieltrieb nachweist. Schon im September 2014 darf Olli auf der Hauptzuchtschau in Nürnberg sein Naturell unter Beweis stellen. Doch bis dahin wird noch viel „Sitz“ und „Platz“ g eübt.

„Glänzen auf dem Hundefell ist wichtiger als auf dem Regal“

Roland Pankratz, 56 Jahre alt, aus Herrischried, betreibt neben seinem Hauptberuf im Heizungs- und Sanitärbereich eine Zuchtstätte für Deutsche Schäferhunde „vom Gugelturm“.
Was bedeutet die Zucht für sie?

Die Hunde geben mir den nötigen Ausgleich zum Beruf. Es ist herrlich ihre Fortschritte zu erleben. Da steht man in einer völlig anderen Welt.

Wie wichtig sind ihnen Auszeichnungen?

Mir ist das Glänzen auf dem Hundefell wichtiger als auf dem Regal. Viele Pokale verstauben oben auf dem Speicher. Wichtig für die Zucht ist, dass eine gesunde Blutslinie und besonderes Können auf dem Papier nachgewiesen sind.

Was haben sie für die nächsten zehn Jahre geplant?

Ich möchte mein Wissen rund um die Zucht und die Erziehung weitergeben. Oft führt beim Laufen nicht der Mensch den Hund, sondern umgekehrt. Dabei gibt es ganz simple Tricks, mit denen sich ungehorsames Verhalten abgewöhnen und ein harmonisches Gespann zwischen Mensch und Hund wieder herstellen lässt.

Quelle: Südkurier